Viren, Würmer, Dialer und Viren-Arten

[Dateiviren] - [Bootviren] - [Companion-Viren] - [Filesystem-Viren] - [Hoaxes] - [Makroviren]
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Polymorphe Viren] - [Retroviren] - [Stealth-Viren] - [Trojaner] - [Würmer] - [Dialer] - [ActiveX-Viren] - [Skript-Viren] - [Java-Viren]


Was ist ein Computervirus bzw. Malware
Malware ist ein allgemeiner Begriff für unerwartete bzw. böswillige sich selbst verbreitende (Maliciouse Mobile Code= MMC) Programme oder Code, wie z.B. Viren, Trojaner, Würmer oder Joke-Programme

Definition eines Computervirus
Bei einem Computervirus handelt es sich um ausführbaren Code mit der aussergewöhnlichen Fähigkeit, sich zu replizieren. Ebenso wie biologische Viren können sich auch Computerviren schnell ausbreiten und sind oftmals nur schwer zu vernichten. Sie können sich an jede beliebige Art von Datei anhängen und verbreiten sich über das Kopieren und das Versenden von Dateien von einem System zum nächsten. Einige Computerviren sind so programmiert, dass sie mit einem Schadteil versehen sind. Dieser Schadteil kann einerseits in der Anzeige von Nachrichten oder Bildern, andererseits aber auch in der Zerstörung von Dateien, der Neuformatierung Ihrer Festplatte oder anderen Schäden bestehen. Ist der Virus nicht auf Schädigung programmiert, kann er dennoch Probleme bereiten, indem er Festplatten- und Arbeitsspeicher blockiert und die Gesamtleistung Ihres Computers herabsetzt.
Angriffe von Viren werden immer mehr zur Regel, sie finden immer häufiger statt und sie haben immer gravierendere Folgen. Eine Ursache für die Zunahme der Virenvorfälle besteht in der rasanten Zunahme interner Netzwerke und Netzwerkverbindungen, die insbesondere im Zusammenhang mit dem Internet oder Intranet eingerichtet wurden. Je größer die Anzahl der gemeinsam genutzten Dateien, desto größer ist auch das Risiko einer Infektion durch Viren. Abgesehen von den zunehmenden Möglichkeiten für Viren in eine Organisation einzudringen, sind neue Arten von Viren ein weiterer Grund für die steigende Anzahl der Vorfälle. Dazu gehören Makroviren und ausführbare Viren (PE Viren), die sich über gemeinsam genutzte Dokumente und eMails/Attachments sehr rasch ausbreiten. Laut Angaben im Lab Sixth Annual Computer Virus Prevalence Survey der International Computer Security Association (ICSA) wurden im Jahr 2000 87 % der Viren über Internet-eMails verbreitet, verglichen mit 56 % im Jahr 1999....das Jahr 2003 & 2004 war schon der absolute Wahnsinn in punkto Viren, Würmer, Dialer, etc.....2005 wird wohl noch schlimmer werden....das Jahr der Würmer!

PHASE 1: ERSTELLUNG
Bis vor einigen Jahren benötigte man noch Kenntnisse in einer Programmiersprache, um einen Virus zu erstellen. In der heutigen Zeit ist nur wenig Programmierwissen erforderlich, um einen Virus zu erzeugen.

PHASE 2: VERBREITUNG
Viren vermehren sich von Natur aus. Ein erfolgreicher Virus vermehrt sich über einen langen Zeitraum, bevor er aktiv wird. Dies gibt ihm genügend Zeit, sich auszubreiten.

PHASE 3: AKTIVIERUNG
Viren mit programmiertem Zerstörungsverhalten werden aktiviert, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, z.B. Ausbruch des Virus zu einem festgelegten Datum oder bei der Ausführung eines bestimmten Vorgangs durch den Benutzer. Doch auch Viren ohne programmiertes Zerstörungsverhalten können durch die Belegung wertvollen Speicherplatzes Schaden anrichten.

PHASE 4: ENTDECKUNG
Sobald ein Virus entdeckt und isoliert werden konnte, wird er an die International Computer Security Association in Washington, D.C. geschickt, wo er dokumentiert und an die Entwickler von AntiViren-Lösungen geschickt wird. Entdeckt wird der Virus in der Regel mindestens ein Jahr, bevor er zu einer Bedrohung des elektronischen Datenverkehrs hätte werden können.

PHASE 5: ANPASSUNG
Zu diesem Zeitpunkt ändern die Entwickler ihre Software dahingehend ab, dass sie den neuen Virus entdecken kann. Dies kann einen Tag, aber auch sechs Monate dauern, je nach Entwickler und Virentyp.

PHASE 6: VERNICHTUNG
Wenn genügend Benutzer aktuelle Virenschutzsoftware installieren, können alle Viren unschädlich gemacht werden. Bisher ist noch kein Virus vollständig verschwunden, aber einige stellen seit langer Zeit keine Bedrohung mehr dar.

 


Dateiviren
Mit Dateiviren hat alles angefangen: Wenn ein Virus aktiv ist, manipuliert er eine Programmdatei (com oder exe): Er kopiert seinen eigenen Viruscode in den Programmcode hinein. Wenn man das manipulierte Programm startet, wird zunächst der Virus aktiv. Er kann jetzt weitere Programme infizieren oder seine Schadensfunktion ausüben. Danach aktiviert er das Originalprogramm, so daß man nichts von dem Virus bemerkt. Bei der Infektion kann der Virus vorsichtig oder brutal vorgehen: Entweder er sichert die Originaldaten an einer anderen Stelle der Festplatte, oder er überschreibt einfach irgendwelchen Programmcode. Dann kann es passieren, daß das Programm an manchen Stellen abstürzt. Durch das Überschreiben ist es auch ausgeschlossen, daß ein Virenscanner den Virus rückstandsfrei wieder entfernen kann. Es hilft nur noch löschen.
 


Bootviren
Bootviren gehen einen ganz anderen Weg. Beim Start eines PC liest das BIOS einen exakt festgelegten Bereich der ersten Festplatte aus: Im Master Boot Record (MBR) steckt ein kleines Programm, das dabei aktiviert wird. Es sucht auf der Festplatte nach der Bootroutine der Partition, die als aktiv markiert ist, und startet sie.
Erst jetzt werden die Startdateien des eigentlichen Betriebssystems wie DOS oder Windows aktiviert. Auch jede Diskette hat einen Bootsektor, den der Virus für seine Zwecke nutzen kann. Liegt eine Diskette beim Einschalten im Laufwerk, versucht das BIOS den Bootsektor zu laden und auszuführen - sofern im BIOS-Setup
nicht eine andere Bootreihenfolge eingestellt ist. Boot vieren ersetzen nun den Startcode im MBR und/oder im Bootsektor der Partition oder Diskette. So wird der Bootvirus aktiv, bevor ein anderes Programm ihn daran hindern kann. Dann kann ein Bootvirus im Hintergrund arbeiten und beispielsweise jede eingelegte Diskette infizieren.
Der Infektionsweg für einen Bootvirus ist klar: Beim Einschalten des PC liegt eine Diskette im Laufwerk, und der PC versucht, davon zu booten.
Da ein Bootvirus keine Datei zur Verbreitung benötigt, kann auch eine ganz "leere" Diskette einen Bootvirus enthalten. Weil Bootviren so auf scheinbar harmlosen Disketten lange Zeit unbemerkt bleiben, gehören sie zu den hartnäckigsten Vertretern der Viren. Aber Vorsicht: Ein beliebiges Programm - Dropper oder Trojaner genannt - kann beim Start einen Bootvirus auf die Festplatte kopieren. Es gibt sogar einige Makroviren, die so vorgehen. Darüber hinaus gibt es sogenannte Multipartite-Viren, die die Eigenschaften von Boot- und Dateiviren vereinen.
 


Companion-Viren
sind Viren, die den gleichen Dateinamen wie ein Anwendungsprogramm tragen, und die Optionen des jeweiligen Betriebssystems ausnutzen, um vor dem echten Programm zu starten. So würde zum Beispiel ein Virus der den Dateinamen Editor.com besitzt vor der Originaldatei Editor.exe ausgeführt werden. Das liegt daran, dass DOS Dateien mit der Erweiterung .COM Vorrang vor allen anderen ausführbaren Dateien gibt.
 


Filesystem-Viren
Dieser klassische Virentyp verändert den Code einer Programmdatei und bettet sich in das fremde Programm ein. Jedesmal, wenn Sie die infizierte Anwendung aufrufen, beginnt der Virus seine Schadensfunktion auszuüben.
 


Hoaxes
Hoaxes haben mit Viren eigentlich nichts zu tun, verursachen aber trotzdem erheblichen materiellen Schaden.
Hoaxes sind falsche Berichte über Viren und deren übertriebene Ansteckungsgefahren. Als E-Mail in der Art eines Kettenbriefes verscickt, erreichen solche Falschmeldungen in kürzester Zeit Tausende von Empfängern. Mit einem Virus hat das Ganze nichts zu tun, die Verbreitung erfolgt "freiwillig" durch die Anwender.
In einem Unternehmen geht allein dadurch Geld verloren, daß unbedarfte Mitarbeiter die Falschmeldung lesen und wohlmeinend an Kollegen weiterleiten. Der eine oder andere informiert auch panisch die EDV-Abteilung, der dadurch ebenfalls Arbeitszeit verlorengeht.

 


Makroviren
Das Office-Paket von Microsoft verfügt über eine ausgefeilte Makrosprache mit mächtigen Befehlen: VBA (Visual Basic für Applikationen). Mit diesen Befehlen kann ein Makro etwa Dateien und andere Office-Dokumente manipulieren oder Windows-Programme fernsteuern. Der Knackpunkt bei MS-Office: Die Makros sind direkt im Dokument gespeichert. Wenn man ein Word-, Excel-, oder PowerPoint-Dokument weitergibt, sind eventuelle Makros mit dabei. Und es gibt eine Autostart-Funktion. Sobald ein Dokument mit einem entsprechend deklarierten Makro geöffnet wird, wird das Makro aktiv.
Dann verändern die meisten Makroviren die Standart-Dokumentvorlage - normal.dot - so, daß der Virus bei jedem Start von Word etc. aktiv wird. Bei anderen Office-Programmen ist die Vorgehensweise im Detail etwas anders.
Besondere Brisanz haben Makroviren, die sich selbstständig über E-Mail weiterverbreiten. Das bekannteste Beispiel dafür ist Melissa: Der Virus sucht sich aus der Outlook-Datenbank 50 Empfänger und schickt ihnen eine E-Mail mit dem Virus als Anhang. Wenn der Empfänger den Anhang dann per Doppelklick aktiviert, nistet sich Melissa im System ein. Daß die E-Mail von einem bekannten Absender stammt, erhöht die Chance auf einen unbedachten Doppelklick. Mittlerweile gibt es etliche Nachahmer.
Der Schaden, den Makroviren anrichten können, ist beträchtlich. Die Infektionswege sind offensichtlich: Sobald man ein fremdes Dokument auf seinem PC öffnet, kann ein Virus im Spiel sein. Dieses Dokument kann per E-Mail, als Download von einer Web-Seite, über eine Diskette oder über CD-ROM auf den PC kommen.
Grundsätzlich ist jedes Programm, das Makros verarbeiten kann, anfällig für einen Makrovirus. So gibt es einzelne Viren für Lotus Ami Pro oder Corel Draw. Diese Programme speichern aber Makros in einer separaten Datei getrennt von den Dokumenten. Da nur selten Dokument und Makrodatei weitergegeben werden, ist die Infektionsgefahr gering. Auch für Access-Datenbanken gibt es spezielle Viren - allerdings werden Datenbankdateien wohl nur selten weitergegeben.
 


Polymorphe Viren
Viren werden von Virenscannern häufig an bestimmten Code-Sequencen erkannt. Polymorphe Viren versuchen der Erkennung zu entgehen, indem Sie ständig veränderte Kopien von sich selbst erstellen.
 


Retroviren
Die Ziele von Retroviren sind weniger Anwendungsdaten, als vielmehr Antiviren-Programme. Sie löschen gezielt die Dateien von Antivirus-Software.
 


Stealth-Viren
Stealth-Viren tarnen sich, indem sie Systemprogramme manipulieren. Durch diese Veränderungen zeigt das Betriebssystem zum Beispiel nicht an, dass eine verseuchte Datei größer geworden ist oder dass Sie wegen des laufenden Virus weniger Haupspeicher zur Vrfügung haben.
 


ActiveX-Viren
Eine ActiveX-Steuerung ist ein Komponentenobjekt, das in eine Internetseite eingebettet ist und bei der Anzeige der Seite automatisch ausgeführt wird. In vielen Fällen kann der Web-Browser so konfiguriert werden, dass diese ActiveX-Steuerung nicht ausgeführt wird. Hierfür werden die Sicherheitseinstellungen des Browsers auf „hoch“ gesetzt. Hacker, Virenschreiber und andere Personen, die in irgendeiner Form Schaden anrichten wollen, können böswilligen ActiveX-Code für einen Angriff auf das System verwenden.
 


Java-Viren
Java-Applets sind kleine, portable, in HTML-Code eingebettete Java-Programme. Sie werden automatisch ausgeführt, sobald die Seiten angezeigt werden. Das Ausführen von Java Aplets kann im Web-Browser deaktiviert werden. Hacker, Virenschreiber und andere Personen, die in irgendeiner Form Schaden anrichten wollen, können böswilligen Java-Code für einen Angriff auf Ihr System verwenden.
 


Skript-Viren
Skriptviren sind in einer Skript-Programmiersprache wie z.B. VBScript oder JavaScript geschrieben. VBScript (Visual Basic Script)-Viren und JavaScript-Viren machen sich den Microsoft Windows Scripting Host zunutze, um sich selbst zu aktivieren und andere Dateien zu infizieren. Da der Windows Scripting Host auf Windows 98 und Windows 2000 verfügbar ist, können die Viren einfach durch Doppelklick auf die *.vbs- oder *.js-Datei im Windows Explorer aktiviert werden.
 


Proof-of-Concept
Ein Proof-Of-Concept-Virus oder -Wurm/Trojaner zeigt an, dass etwas neu ist bzw. noch nie zuvor gesehen wurde. Beispielsweise war VBS_Bubbleboy ein Proof-Of-Concept-Wurm, da er als erster eMail-Wurm automatisch ausgeführt wurde, ohne dass der Benutzer auf einen Datei-Anhang doppelklicken musste. Die meisten Proof-Of-Concept-Viren finden niemals direkte Anwendung. Virenschreiber übernehmen jedoch oft die Idee (und den Code) eines Proof-Of-Concept-Virus und implementieren diese in zukünftigen Viren.
 


Trojaner & Co
Während sich Viren nach Möglichkeit verstecken und unbemerkt bleiben wollen, treten Trojanische Pferde offen auf (aber getarnt). Das Programm gibt sich als Bildschirmschoner, Paßwortverwaltung oder ein anderes nützliches Tool aus. Und diese Funktion führt es gelegentlich sogar mehr oder weniger gut aus. Meistens geht es aber nur darum, den Empfänger dazu zu verlocken, das Programm zu starten. Dann führt der Trojaner seine Schadensfunktion sofort aus: Er löscht etwa die Festplatte oder installiert einen Bootvirus oder ein Remote-Administrations-Tool. Besonders bekannte Beispiele:
Anfang 1998 entschlüsselten zwei 16jährige Realschüler die Verschlüsselung des T-Online-Paßworts. Anschließend programmierten Sie die T-Online Power Tools, ein Hilfsprogramm für den T-Online-Decoder. Das Tool fand rasch Verbreitung. Jedoch: Sobald jemand die Online-Registrierung benutzte, schickte der Trojaner über das Internet auch die Zugangsdaten zum jeweiligen T-Online-Anschluß mit. So kamen in kurzer Zeit 600 Paßwörter zusammen. Zum Glück für die Ausgespähten ging es den Schülern nur darum, die Möglichkeit nachzuweisen. Sie veröffentlichten ihre Erkenntnisse in der Presse.
BackOrifice 2000 (BO2k) ist eine neuere Variante eines Remote-Control-Tools. Das Programm nistet sich versteckt in Windows 95, 98 ,2000, XP und auch NT 4.0 ein. Besteht eine Internet-Verbindung kann jemand mit Kenntnis eines Paßwortes den PC fernsteuern: beispielsweise Dateien umbenennen, übertragen, verschieben oder Windows-Paßwörter unter bestimmten Bedingungen auslesen und Tastatureingaben protokollieren. Der Spion kann auch Laufwerksfreigaben erteilen und sperren, die Registry verändern, Screenshots anfertigen doer Videogeräte (WebCams etc.) fernbedienen. Die BO2k-Datei ist nur rund 140KByte groß. Das Hauptprogramm kann jede beliebige exe-Datei - Bildschirmschoner, Packprogramm etc. - in einen BackOrifice Trojaner verwandeln. Startet der Empfänger das Programm, installiert sich BO2k. Ähnliche Programme sind NetBus, DeepThroat oder Backdoor-G (SubSeven).
Künftig dürfte die Gefahr, die von Trojanern ausgeht, noch erheblich zunehmen. Schließlich sind die Effekte, die sich damit erreichen lassen, für Personen mit krimineller Energie sehr verlockend. Besonders Paßwort-Trojaner für AOL gibt es dutzendweise.
 


Würmer
Ein Computerwurm besteht aus einem in sich geschlossenen Programm (oder aus einer Reihe von Programmen), das funktionsfähige Kopien von sich selbst oder seinen Segmenten in anderen Computersystemen verbreitet. Die Vermehrung findet normalerweise über Netzwerkverbindungen oder eMail-Attachments statt.


Das Opfer bekommt zB. eine - englische - E-Mail mit persönlicher Anrede, an die eine exe-Datei oder ähnliches mit dem Namen zB. ZippedFiles, etc. angehängt ist. Das wirkt wie ein normales Zip-Archiv, etc., das sich per Doppelklick öffnen läßt. Statt dessen aktiviert ein Doppelklick den Wurm. Der gibt zB. eine Fehlermeldung aus, die ein defektes Zip-Archiv bemängelt. Im Hintergrund kopiert er eine Datei namens zB. explore.exe ins System-Verzeichnis von Windows und ändert die Win.ini. Damit wird der Wurm bei jedem PC-Start aktiv. Ist der Wurm aktiv, wartet er auf den Start von Outlook oder Outlook-Express, etc.. Dann durchsucht er den Posteingang und schickt an alle Absender eine Antwort. Dabei benutzt er zB. den Vornamen als Anrede und verspricht eine baldige Antwort auf die ursprüngliche Mail. In der Zwischenzeit soll der Empfänger einen Blick auf das angehängte Zip-Archiv, etc. werfen - schon ist ein neuer PC infiziert. Innerhalb eines Netzwerkes kann sich ein Wurm ohne große Probleme ausbreiten. Der Wurm sucht nach freigegebenen Laufwerken und installiert sich dann selbstständig auf solchen Laufwerken. Der Schaden, den ein Wurm anrichten kann, ist enorm. Er durchsucht gezielt alle verfügbaren Laufwerke - auch die Netzlaufwerke - nach Dateien folgenden Typs: asm, c, cpp, doc, h, xls, ppt, etc.- diverse Quelldateien von Programmiersprachen sowie von Word, Excel und PowerPoint. Dann setzt er die Länge dieser Dateien auf Null. Das erschwert im Gegensatz zum einfachen Löschen das Wiederherstellen der Dateien erheblich.
 


Dialer
Dialer versprechen häufig Zugriff auf kostenlose Sexseiten, kostenlose Spiele oder kostenlose Cracks für kommerzielle Software. Ist der Dialer erst einmal installiert, bietet er eine Verbindung zu einem Service an, der für gewöhnlich mit einer sehr teuren Nummer (0190/0193/0900/008/118) verbunden ist. Einige Dialer richten im schlimmsten Fall eine Internetverbindung ein, was dazu führt, dass man einen höheren Preis zu bezahlen hat, ohne davon zu wissen, bis die Rechnung kommt kommt oder der Rechner zusammenbricht.

Aktive Inhalte und automatische Installation

Sehr häufig werden Dialer mittels so genannter Aktiver Inhalte verbreitet. Diese bewirken, dass der Dialer beim Betreten einer Internetseite selbstständig auf den PC des Besuchers heruntergeladen und installiert wird. Auch eine vom User ungewollte und unbemerkte Einwahl über teure Nummern ist in diesen Fällen möglich. Verwendet werden dabei ActiveX-, also kleine Windows-Programme, die sich nur mit Hilfe eines Web-Browsers ausführen lassen. Wenn Sie im Internet auf eine Seite mit ActiveX kommen, wird ein solches Miniprogramm/Komponente auf Ihren Rechner geladen und ausgeführt. Im schlimmsten Fall bemerken Sie dies nicht einmal. Denn alles, was man mit Maus und Tastatur machen kann, kann man auch per ActiveX- steuern - zB. beim Download, Installation und Einwahl eines Dialers.


Einwahl-Methoden eines Dialers

Beim Betreten einer Internetseite lädt eine Komponente den Dialer zB. im Hintergrund, ein Pop-Up Fenster öffnet sich, beim Download oder Gratisangebote, kostenlose Zugangssoftware ,kostenlose Software, Gratis Tools, kostenloser Zugang zu erotischen Angeboten, wie zB.Webcams etc. auf den PC herunter und führt ihn danach aus. Dadurch das die Datei nicht als normaler Link heruntergeladen wird, sondern programmgesteuert ist, bekommt der Nutzer keine Meldung darüber, dass eine Datei heruntergeladen wird. Da die Datei heruntergeladen und nicht direkt ausgeführt wird, kommt auch keine Sicherheitsabfrage, ob die Datei ausgeführt werden soll. Damit werden alle Sicherheitsoptionen des Internet Explorers umgangen.


Die Folgen:

Der Dialer kann automatisch gestartet werden (Einwahl)
Jede Internet-Seite könnte bei einen Besuch, einen Dialer auf ihren Rechner installieren und starten
Ein Löschen des Dialers ist sinnlos, da er durch die installierte Komponente jedesmal wieder neu heruntergeladen wird
die Deinstallation des Dialers entfernt den Dialer, aber nicht die Komponente und ist im Grunde zwecklos, ohne spezielle Software oder Kenntnisse.